Traditionelle Chinesische Medizin
Klassische Akupunktur:
Mit den Akupunkturnadeln werden gezielte Punkte stimuliert. Es gibt auf 14 Meridianen über 361 Punkte, die für den geschulten Therapeuten als winzige Vertiefung tastbar sind. Die Nadeln bringen, wenn das Qi blockiert ist und Yin und Yang somit aus dem Gleichgewicht gekommen ist, die Lebensenergie (Qi) wieder in den Fluss. Somit werden die Blockaden gelöst und die Balance des Körpers wieder hergestellt.
Chinesische Diätetik: (Chinesische Ernährungslehre)
Die meisten Chinesen sind schlank. Kein Zufall: Sie wissen, Nahrungsmittel so zu kombinieren, dass der Körper alle Nährstoffe optimal verwerten kann. Dazu ordnen sie jedes Lebensmittel nach seinem Geschmack (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) einem der Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser zu. Jedes dieser Elemente wiederum hat eine bestimmte Wirkung auf Abwehrkräfte, Stimmung und Stoffwechsel. Idealerweise sollte jede Mahlzeit Zutaten aus allen Elementgruppen enthalten. Das gibt eine gute Kombination aus Sattmachern (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) und Verdauungshilfen (Gewürze, Enzyme, Bitterstoffe). Dieses Prinzip galt früher in allen großen Küchen der Welt – durch unseren Lebensstil sind solche Weisheiten in Vergessenheit geraten.
Die Diätätik geht davon aus, dass jedes Nahrungsmittel eine thermische Wirkung hat. Sie unterscheidet zwischen kalten, kühlen, neutralen, warmen und heißen Speisen und Getränken. Mit der Serviertemperatur hat dies nichts zu tun. So hat zum Beispiel grüner Tee als heißes Getränk trotzdem “kühlende Wirkung”. Je nach angeborener Konstitution und den Lebensumständen befinde sich jeder Mensch im Ungleichgewicht: Introvertierte passive Yin-Typen neigen zu Kälte- und Leere-Zuständen mit schwachem Kreislauf und Müdigkeit, heißt es. Ihnen werden “warme Nahrungsmittel” wie Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und wärmende Suppen empfohlen. “Yang-Typen” hingegen, die zu Hitze- oder Fülle-Zuständen tendieren und häufig an hohem Blutdruck erkennbar sind, sollten vor allem im Sommer kühlende oder kalte Speisen wie Kiwis essen oder grünen Tee trinken.
Zuviel Rohkost und Obst sind auch im Sommer nicht gut, da der Körper solch rohe Speisen erst erwärmen und aufschließen muss.
Tuina: (Chinesische Massagetherapie)
Tuina Anmo umfasst die traditionelle manuelle Therapie der Chinesen. Sie umfasst neben einer Vielzahl von Massagetechniken Akupressur, chiropraktische Manipulationen sowie passive uns aktive Gelenkmobilisation.
Bei der Behandlung sind nicht nur die Gewebeanteile des Körpers wie Muskulatur, Bindegewebe, Knochen, und Knorpel relevant, sondern insbesondere die Meridiane als Leitbahnen der Körperenergie und die Körperpunkte.
Wie alle Therapiemaßnahmen der TCM setzt die Tuina-Behandlung eine differenzierte Diagnose voraus. Die Art der Massage wird auf den jeweiligen Zustand eines Patienten abgestimmt. Die Domäne der Tuina-Therapie ist der Bewegungsapparat mit allen orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen.
Degenerative als auch akute Prozesse können mit Tuina behandelt werden. Bis zu einem gewissen Grad kann Tuina genauso wie Akupunktur auch bei inneren Krankheitsverläufen angewendet werden. Besonders wohltuend kann sich die Tuina-Therapie auf Patientinnen mit emotionalen Störungen auswirken sowie als Stärkung für besondere geschwächte Menschen. Ebenso wird die Tuina-Therapie in der Chinesischen Kosmetik angewendet.
Guasha: (Chinesische Schabe-Schröpf-Technik)
Gua Sha ist eine traditionelle Behandlungstechnik, die in China und anderen östlichen Ländern seit Jahrhunderten praktiziert wird. Sie ist Teil der traditionellen überlieferten chinesischen Medizin. Es handelt sich dabei um eine Schabetechnik, die mit Instrumenten aus Horn oder Jade ausgeführt wird.
Moxa Therapie:
Wie die einfache Nadelakupunktur hat auch die Moxibustion, bei der die Akupunkturpunkte zusätzlich angewärmt werden, eine jahrtausende alte Tradition:
Getrocknete, zusammengepresste Blätter, meist Beifuß, werden dazu in dünnes Papier gerollt, fest auf die freien Enden der Nadeln gesteckt und abgebrannt oder in Zigarrenform mit der heißen Spitze an den entsprechenden Punkt geführt. Die Haut erfährt dabei keine Irritation. Die Nadeln leiten die Wärmeenergie tief ins Gewebe.
Vor allem bei Erschöpfungszuständen und körperlicher und seelischer Schwäche und Kälte-Symptomen ist diese Therapie sehr hilfreich. Durch die Erwärmung wird die Energiezufuhr verstärkt.
Chinesische Kräutertherapie:
Kräuterheilkunde nach chinesischer Medizin mit westlichen Kräutern und chinesischen Fertigkräutern
Die westlichen Einzelkräuter werden nach dem Kriterien der TCM angewendet und zu individuellen Rezepturen zusammengestellt. Das heißt, jedes Kraut wird mit seinem Geschmack, seiner thermischen Wirkung, der Organzuordnung und der medizinischen speziellen Wirkung individuell auf den Energiezustand des Patienten abgestimmt um den Körper zur Heilung anzuregen. Jede Rezeptur ist bei jedem Patienten verschieden.
Nach ein bis zwei Wochen erfolgt eine Kontrollbefragung, bei der geprüft wird, ob die Rezeptur verändert werden muss. In der Regel ist nach zwei bis drei Monaten eine deutliche Verbesserung der Symptomatik zu erkennen.
Ohrakupunktur:
Bei der Ohrakupunktur gehen wir davon aus, dass verschiedene Ohrregionen bestimmte Körperorgane repräsentieren. Stimuliert man die entsprechenden Stellen des Ohres, können zum Beispiel Kopfschmerzen oder andere körperliche Probleme verringert werden.
Zur Unterstützung bei Suchtentwöhnung, etwa dem Rauchen oder Abnehmen, bringe ich auch Dauernadeln am Ohr an, die sie bei ihrem Vorhaben unterstützen. Im Ohr finden wir mehr als 200 Reflexpunkte.
